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1823

Franz Hubert Müllers Tafelwerk zur Oppenheimer Katharinenkirche

Dem ab 1823 herausgegebenen Werk über die Katharinenkirche gingen Jahre intensiver Vorarbeiten voraus. Die 1817 erfolgte die Anstellung als Galerie-Inspektor in Darmstadt. Gesichert ist, dass die prachtvollen, in Aquatinta-Technik ausgeführten Hauptansichten einschließlich der kolorierten Fensterblätter auf seiner Urheberschaft beruhen. Teile des übrigen Werkes wurden dagegen von Schülern seiner Darmstädter Zeichenschule angefertigt. Auch seine Frau war in das Unternehmen einbezogen. Den bedeutendsten Teil des Tafelwerkes bilden die Aquatinta-Blätter, welche das Äußere und Innere der Kirche auf insgesamt acht perspektivischen Ansichten wirkungsvoll in Szene setzen. Vorausgegangen war eine sorgfältige Bauaufnahme. Müllers Tafelwerk erschien ab September 1823 in acht Lieferungen und kostete die beachtliche Summe von 200 Gulden, was der »allgemeineren Verbreitung und Anerkennung dieses schönen Kunstwerkes etwas hinderlich« war, wie ein Artikel des Kunst-Blattes feststellt. Da Lieferung beginnt 1823 in jährlichen Abständen und gelangten nach mehr als fünf Jahren 1829 zum Abschluss.
weiterführende Literatur
[1]
Franz Hubert Müller: Die St. Catharinenkirche zu Oppenheim. Ein Denkmal teutscher Kirchenbaukunst aus dem 13. Jahrhundert. Dritte Auflage, Frankfurt am Main 1853, S. 39.
[2]
Neuer Nekrolog der Deutschen, Dreizehnter, Jahrgang, 1835, S. 381.
[3]
Julian Hanschke: Oppenheim am Rhein in historischen Ansichten. Mainz 2006, S. 25-27.
[4]
F. H. Müller, Katharinenkirche – Ansicht von Südosten, 1829.
F. H. Müller, Katharinenkirche – Ansicht von Süden, 1829.