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1689

Oppenheim und St. Katharinen im Pfälzischen Erbfolgekrieg

Der endgültige Niedergang Oppenheims im 17. Jahrhundert setzte mit dem Ausbruch des Pfälzischen Erbfolgekrieges ein. Kurfürst Karl I. Ludwig hatte mit der Verheiratung seiner Tochter Lieselotte mit dem Bruder des französischen Königs zunächst versucht, das Verhältnis mit Frankreich zu befrieden. Nach dem Ableben Karls II. war die pfälzische Kurwürde an den nächsten männlichen Anverwandten – an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg – übergegangen. Trotz der noch zur Lebzeiten Karls geregelten Nachfolge erhob Ludwig XIV. von Frankreich Ansprüche auf das Erbe seiner Schwägerin. Als seine Forderungen nicht erfüllt wurden, ließ er die Pfalz durch die französische Armee unter der Führung Marchall Duras’ im Oktober 1688 besetzen. Im daraufhin vom Kaiser ausgerufenen Reichskrieg verbündeten sich die deutschen Fürsten mit England, Savoyen und den Niederlanden zur „Großen Allianz“. Als sich abzeichnete, dass die französischen Truppen nicht in der Lage sein würden, die eroberten Gebiete zu halten, erging der Befehl, das Grenzland zu verwüsten. In der nun folgenden Besatzungszeit begann die Entfestigung Oppenheims. Am 16./17. Mai 1689 kam der Befehl, die Städte Speyer, Worms und Oppenheim zu zerstören. Die Bürger der Städte wurden über die geplanten Zerstörungen informiert und sollten ihre mobile Habe zu retten. Am 31. Mai 1689 brannten französische Truppen Oppenheim - neben Speyer und Worms - nieder.
weiterführende Literatur
[1]
Heinrich Freiherr von Schmidt: Der Ausbau und die Wiederherstellung der St. Katharinenkirche zu Oppenheim a. Rh., Festschrift zur Feier der Vollendung am 31. Mai 1689. Oppenheim 1889.
[2]
Dorothea Held: St. Katharinen in Oppenheim 1689-1889. Alzey 2009, S. 10-12.
[3]
[4]
Inschrift oberhalb des westlichen Vierungsbogens, vom Dachwerk des Mittelschiffes fotografiert.
Unbekannter Künstler, Die Zerstörung Oppenheims im Pfälzischen Erbfolgekrieg, 1689.
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