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15. Jahrh.

Das spätgotische Westchorgewölbe

Wie ein räumlicher Rekonstruktionsversuch des Gewölbes veranschaulicht, war das alte Gewölbe großzügiger aufgebaut als heute. Zur Datierung des Westchorgewölbes liegen kontroverse Thesen vor: Das Musterbuch des Hans Hammer sowie eine erhaltene Planvariante legen eine Verbindung mit der Straßburger Münsterbauhütte nahe. Die Überlieferung zur Innenausstattung des Westchores, nämlich die Anschaffung eines Chorgestühls 1499 und der Bau einer Orgel 1508 lassen hingegen vermuten, dass das Gewölbe vergleichsweise spät eingezogen wurde. Demnach dürfte der neue Chor, der bereits 1439 geweiht worden war, erst sehr viel später mit einem Gewölbe ausgestattet worden sein.
weiterführende Literatur
[1]
Julian Hanschke: Das spätgotische Gewölbe des Westchores der Oppenheimer Katharinenkirche. Rekonstruktion nach einem mittelalterlichen Bauplan. In situ – Zeitschrift für Architekturgeschichte, IV (2012), S. 69–76.
[2]
[3]
[4]
Gegenüberstellung des heutigen, von Paul Meißner bis 1937 rekonstruierten Gewölbes (links) mit dem ursprünglichen Gewölbe nach dem Bauplan im Musterbuch des Hans Hammer (Fotomontage rechts).
Gewölbegrundriss des Westchores der Oppenheimer Katharinenkirche im Skizzenbuch des Hans Hammer.