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1315-1317

Die Hungersnot von 1315-1317

Während das 13. Jahrhundert als Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs in die Geschichte eingegangen ist, war das 14. Jahrhundert von Krisen gekennzeichnet: Als katastrophal erwies sich die Pest um 1349. Große Teile der europäischen Bevölkerung wurden durch die Seuche dahingeraffte. Die Hungersnot von 1315–1317 hatte ähnliche Ausmaße. Betroffen waren unter anderem Deutschland, Frankreich, die Niederlande, die Britischen Inseln, Skandinavien, Osteuropa, Spanien und in geringerem Maße Norditalien. Die Preise für Getreide stiegen enorm an. In der Folge verhungerten mehrere Millionen Menschen. Ganze Dörfer starben aus und wurden zu Wüstungen. Die feuchte und kalte Witterung der Jahre 1315–1317 traf auf eine verwundbare Gesellschaft: Im Hochmittelalter war es in Europa zu einem starken Bevölkerungswachstum gekommen. Die Agrarproduktion hatte Anfang des 14. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht – allerdings nahm im gleichen Maße die Bodenerschöpfung zu; Preissteigerungen durch das Horten von Getreide, kriegerische Auseinandersetzungen und ein für feuchte Witterung anfälliges Transportsystem machten aus den Ernteausfällen erst eine Hungersnot.
weiterführende Literatur
[1]
Eintrag Wikipedia: Hungersnot von 1315–1317
[2]
Werner Rösener: Die Bauern in der europäischen Geschichte. Beck, München 1993, S. 90f.
[3]
[4]
Sogenannter Hungerbrotstein an der Langhaussüdfassade.
Sogenannter Hungerbrotstein an der Langhaussüdfassade.