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20. Jahrh.

Die Oppenheimer Sammlung – ein einmaliger Bestand an Objekten

Von den umfangreichen Restaurierungsarbeiten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts haben sich bis heute viele Zeugnisse erhalten. Der Sammlungsbestand umfasst über 100 Werksteine vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert, darunter auch Bodenfliesen, Reste der Verglasung und Bauteile aus Holz. Darüber hinaus finden sich etwa 500 Gipsobjekte der Restaurierungsmaßnahmen zwischen 1830 und 1940 sowie Metallschablonen aus der Zeit von 1878 – 1889. Die große Anzahl an Modellen und Abgüssen macht die Oppenheimer Sammlung einmalig – auch im Vergleich zu den Beständen der Kölner Dombauhütte. Abgüsse, die auch von verwitterter Bauskulptur abgenommen wurden, sind bislang nur aus Oppenheim bekannt. Schon bei der ersten Einrichtung der Sammlung im Jahr 1927 befand man die Gipsteile als ausstellungswürdig. Um die Anschaulichkeit zu verstärken, wurden die Modelle farbig gefasst. Diese Wertschätzung der Gipsmodelle führte dazu, dass sich bis heute ein einmaliger Fundus in der Katharinenkirche erhalten hat.
weiterführende Literatur
[1]
Schöbel, Tina u.a.: Inventarisierung von Architekturfragmenten und Gipsabgüssen der Katharinenkirche Oppenheim Mai – November 2013. Universität Heidelberg 2014.
[2]
Schöbel, Tina: Sichern, Erhalten, Ergänzen – Restaurierungspraxis an der Katharinenkirche im 19. Jahrhundert. In: Oppenheimer Hefte 50 (2020), S. 52–67.
[3]
Schöbel, Tina: Bauornament, Abguss, Modell – Gips bei der Restaurierung gotischer Bauskulptur im 19. Jahrhundert. In: Entwerfen und Verwerfen. Planwechsel in Kunst und Architektur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Festschrift zum 65-Jubiläum von Matthias Untermann herausgegeben von Marlene Klein, Charlotte Lagemann und Christa Syrer. Heidelberg 2022, S. 55–70.
[4]
Exemplarische Objektauswahl verschieder Materialien aus der Oppenheimer Sammlung