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1927

Geschichte sichtbar machen – eine öffentlich zugängliche Sammlung im Westchor

Bereits im frühen 20. Jahrhundert entstand der Gedanke, die Sammlung an Architekturelementen und Bauskulptur öffentlich zugänglich zu machen. Dekan Schäfer plädierte 1925 für die Einrichtung eines Museums. Bereits zwei Jahr später wird im Westchor und im Anbau der Sakristei eine entsprechende Ausstellung. Dabei wurden etwa 100 Gipsstücke der Restaurierungskampagne von 1878-1889 ausgestellt. Einen Eindruck von der Ausstellungsinszenierung geben Fotos der damaligen Situation. Nebst den Baufragmenten wurden auch Baupläne, Zeichnungen sowie weitere historische Drucke ausgestellt. Der Ausbau der Sammlung wurde durch die Bauräte Rothamel (Worms) und Böckmann (Oppenheim) sowie den Regierungsbaumeister Zicher (Wiesbaden) und Professor Meißner (Darmstadt) durchgeführt. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung fand am 12.6.1927 statt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Sammlung geschlossen; eine geplante Wiedereröffnung nach 1951 scheiterte. Mit der jetzigen Neugestaltung eines freizugänglichen, barrierefreien Ausstellungsbereiches in der Kirche werden ausgewählte Objekte wieder zugänglich gemacht. Weitere Exponate sind im Lapidarium neben dem Beinhaus zu besichtigen.
weiterführende Literatur
[1]
Jungkenn, Ernst: Die Oppenheimer Katharinenkirche. Der Ausbau und die Wiederherstellung nach 1689 bis 1938. Aus: Festschrift für Ludwig Clemm. Gleichzeitig erschienen als: Archiv für hessische Geschichte, Band 28 und Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung, Band 14. Oppenheim 1963, S. 143 ‒ 167.
[2]
Merz, Heinz: Archiv und Museum der Katharinenkirche. In: Servatius, Carlo / Steitz, Heinrich / Weber, Friedrich: St. Katharinen zu Oppenheim. Lebendige Steine ‒ Spiegel der Geschichte. Oppenheim 1989, S. 9‒37.
[3]
[4]
Museumseinrichtung 1927 im Westchor und der Sakristei.
Museumseinrichtung 1927 im Westchor und der Sakristei.
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