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1439

Werkbuch des Hans Hammer

Nach Thieme-Becker war Hans Hammer Steinmetz und Werkmeister am Münster zu Straßburg. Verstorben ist Hammer vor dem 17. November 1519. Seine Ausbildung erhielt er um 1460-1472 unter Jodok Dotzinger. 1486 erfolgte seine Ernennung zum Münsterwerkmeister. Als sein wichtigstes Werk gilt die ab 1486 errichtete Kanzel des Straßburger Münsters, zu der in der Straßburger Münsterbauhütte noch der Originalentwurf erhalten ist. Um 1488 soll Hammer am Bau des Martinsturmes am Baseler Münster tätig gewesen sein. Im Werkbuch des Hans Hammer haben sich Skizzen erhalten, die vermuten lassen, dass er an der Einwölbung des Oppenheimer Westchores, der 1439 geweiht wurde, beteiligt war. Dass es sich hierbei um den Gewölbeplan des Westchores der Oppenheimer Katharinenkirche handelt, ist sehr wahrscheinlich. In seiner Funktion als Werkmeister der Straßburger Münsterbauhütte darf Hammer ohne weiteres zu den bedeutendsten Baumeistern der deutschen Spätgotik gerechnet werden.
weiterführende Literatur
[1]
Hanschke, Julian: Das spätgotische Gewölbe des Westchores der Oppenheimer Katharinenkirche Rekonstruktion nach einem mittelalterlichen Bauplan. S. 69-76
[2]
[3]
[4]
Gewölbegrundriss des Westchores der Oppenheimer Katharinenkirche im Skizzenbuch des Hans Hammer, Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel (Cod. Guelf. 114.1 Extrav., Fol 49).