Garten und Beinhaus
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2022

Von Taubenschwänzchen und Widderchen

Als Ersatz für diejenigen Pflanzen, die die anhaltende Trockenheit nicht aushalten konnten, werden jetzt auch mediterrane Gewächse angepflanzt; zudem auch Pflanzen aus Südost-Europa, die nicht nur eine hohe Trockenheitstolerant aufweisen, sondern auch winterhart sind. Manche dieser Pflanzen sind bei Insekten sehr beliebt.
weiterführende Literatur
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Pflanzen liefern Nahrung für Falter: hier ein Taubenschwänzchen auf der Spornblume, ein Widderchen auf dem Dost und ein Schwalbenschwanz - auch auf dem Dost. (Foto 3)

2022

Akelei - die Blume des Heiligen Geistes

Der Kapellengarten wurde im 2007 Jahr nach dem Vorbild eines Klostergartens angelegt und wird liebevoll von unserer Bürgermeisterin Silke Rautenberg und ihrem Ehemann gepflegt. Da sich in Europa keine originalen mittelalterlichen Gärten erhalten haben, sind wir auf schriftliche Quellen und bildliche Darstellungen angewiesen, wenn wir mehr über die historische Gartenkultur erfahren wollen. So wissen wir, dass die Wege eines Klostergartens in Kreuzform ausgerichtet waren, mit einem "Brunnen des Lebens" in der Mitte. Fast jede Pflanze im Garten hatte nicht nur eine praktische Bedeutung - zum Beispiel als Heilkraut oder als Obstbaum - sondern auch eine symbolische, mystische Bedeutung. Auch solche Pflanzen wachsen bei uns im Kapellengarten.
weiterführende Literatur
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dav
Die Akelei wird häufig auch als die Blume des Heiliges Geistes bezeichnet.

2022

Der “Konfirmanden-Kübel”

Im Sommer 2022 starteten wir ein Projekt mit unseren Konfirmanden,das vom EU Förderprogramm LEADER finanziert wurde. Dabei entstanden am Katharinenlädchen zwei Pflanzkübel, die mit heimischen und insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt wurden. Die Pflanzen dafür kamen größtenteils aus dem Kirchgarten. In einem nächsten LEADER-Projekt wollen wir mit naturnahen Rosen, Gehweg-Fugen-Begrünung (mit heimischen, z. T. duftenden Pflanzen) und im Frühling blühenden Zwiebelblumen arbeiten.
weiterführende Literatur
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Der “Konfirmanden-Kübel”

2022

Ein Rausch von Farbe und Duft

Als wichtigen Teil unserer Arbeit sehen wir es an, Menschen von der Schönheit naturnaher Gärten zu überzeugen. Dafür bieten wir Führungen an; und die Gemeinde wird über das Geschehen im Garten durch den Gemeindebrief laufend informiert. Die Aktion "Spendenkauf", bei der interessierte Besucherinnen und Besucher eine Einführung zu hiesigen Pflanzen hören und danach Pflanzen aus dem Kirchgarten gegen eine Spende erwerben können, ist auch populär.
weiterführende Literatur
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Das Hochbeet: Ein Rausch von Farbe und Duft - und obendrei ein echtes Paradies für Insekten.

2022

Die Pfingstnelke steht auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzen

Die Erhaltung gefährdeter Wildpflanzen außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes ist eine Möglichkeit, ihr Aussterben zu verhindern. Im Kirchgarten der Katharinenkirche haben wir drei solcher Arten, die Teil des Programms "Erhalten gefährdeter Pflanzen" sind. Wir arbeiten hier zusammen mit dem Botanischen Garten Mainz, der uns die Setzlinge zur Verfügung gestellt hat. Es handelt sich um Graue Skabiose (Scabiosa canescens), Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus) und die Samt-Rose (Rosa sherardii).
weiterführende Literatur
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Die Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus) steht auf der Roten Liste gefährderter Pflanzen.

2022

Die Weinbergs-Tulpe

Im Kirchgarten wachsen ganz besondere, für unsere Region spezifische Zwiebelpflanzen, die zur sogenannten Weinbergsflora gehören. Das sind Pflanzen meist mediterraner Herkunft, die seit dem Mittelalter mit dem Weinbau hierher eingewandert sind. Bis in die 1970er-Jahre schmückten diese Pflanzen die Weinberge im Frühling. Sie profitierten von der jahrhundertelang gleichbleibenden, manuellen Hackbewirtschaftung der Rebgassen. Außerhalb der Weinberge kamen diese stark angepassten Arten so gut wie nicht vor. Durch den starken Einsatz von Maschinen und verstärkten Gerbrauch von Herbiziden landeten alle diese Pflanzen auf der Roten Liste. Im Kirchgarten finden sich folgende Arten: die Weinbergs-Traubenhyazinthe (Muscari neglectum), die Weinbergs-Tulpe (Tulipa sylvestris), der Nickende- und Dolden-Milchstern (Ornithogalum nutans und O. umbellatum), die Schopfige Traubenhyazinthe (Muscari comosum) und der Acker-Gelbstern (Gagea villosa).
weiterführende Literatur
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Die Weinbergs-Tulpe (Tulipa sylvestris)

2022

Der diskrete Charme des Felsen-Fingerkrauts

Natürlich sind bei uns auch heimische Pflanzen präsent. Praktisch alle heimischen Blütenpflanzen sind insektenfreundlich und es gibt einige Insektenarten, die sogar auf ganz bestimmte Pflanze spezialisiert sind. Manche dieser Pflanzen stehen unter Naturschutz und sind in der Roten Liste gefährdeter Pflanzen aufgeführt.
weiterführende Literatur
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Gefährdet: Der diskrete Charme des Felsen-Fingerkrauts

2017

Blütezeiten im Garten

Im Verlauf der Jahre haben sich viele Pflanzen wegen der immer öfter vorkommenden trockenen Jahre nicht am Standort halten können. Deshalb kam die Idee auf, die Pflanzung im Kirchgarten mit trockenresistenten Pflanzen zu ergänzen. Seit dem Jahr 2017 wuchs die Anzahl entsprechender Pflanzen, so dass im Moment mehr als 150 unterschiedliche Arten und Sorten im Kirchgarten wachsen. Das Konzept für den Garten basiert auf drei Komponenten: Erstens: Es geht darum, die bestehende Pflanzung naturfreundlich zu ergänzen. Zweitens: Wir legen Wert auf eine naturfreundliche und nachhaltige Pflege. Drittens: Wir wollen unsere Besucherinnen und Besucher für die Idee des Naturschutzes begeistern und möchten sie durch die Schönheit eines naturnahen Gartens inspirieren.
weiterführende Literatur
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Blütezeit im Hochbeet 2020

2006

Das Bepflanzungskonzept des Kapellengartens

In den Jahren 2006 und 2007 wurden die Außenanlagen der Katharinenkirche neu angelegt. Dabei entstanden der Kapellengarten im Stil der frühen klösterlichen Gärten und die großen extensiven Strauch- und Staudenpflanzungen an der nördlichen Kirchenseite.
weiterführende Literatur
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Bepflanzungskonzept des Kapellengartens, Büro Junker-Mielke (Worms)

1424

Von Toten und Lebenden – die Michaelskapelle und der Stiftsbezirk

Der ummauerte Kirchhof markiert den ehemaligen Stiftsbezirk. Seit der Erhebung zum Stift 1317 entstanden in diesem Bereich weitere Gebäude, von denen heute allerdings so gut wie nichts mehr erhalten geblieben ist. Im Jahr 2001 fanden sich bei Bauarbeiten jedoch Reste eines gewölbten Kellers. Auf der Nordseite der Katharinenkirche wurde die Totenkapelle direkt an den Hang gebaut. Dieses Areal wurde vom 13. bis ins 18. Jahrhundert als Friedhof genutzt. Die mit dem Patrozinium des Erzengels Michael geweihte Kapelle wird in den Schriftquellen erstmals im Jahr 1424 erwähnt. Im Untergeschoß des zweigeschossigen Gebäudes findet sich das Beinhaus. In diesem sind noch heute die Gebeine von ca. 20.000 Toten untergebracht. Um Platz für neue Gräber zu schaffen, wurden die bei neuen Bestattungen aufgefundenen älteren Gebeine regelmäßig aufgesammelt und im Beinhaus säuberlich verwahrt.
weiterführende Literatur
[1]
Arens, Fritz: Die Katharinenkirche in Oppenheim. Bau und Ausstattung. In: Servatius, Carlo / Steitz, Heinrich / Weber, Friedrich: St. Katharinen zu Oppenheim. Lebendige Steine ‒ Spiegel der Geschichte. Oppenheim 1989, S. 9‒37.
[2]
Hanschke, Julian: Oppenheim am Rhein: Baugeschichte, Baudenkmäler, Stadtgestalt. Baugeschichtliche Forschungen zum historischen Stadtbild von Oppenheim am Rhein. Karlsruhe 2010. (Materialien zu Bauforschung und Baugeschichte, Band 16)
[3]
Schnabel, Berthold/Schöbel, Tina: Oppenheim, St. Katharina. Kollegiatstift. In: Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden. Band 3 M‒R herausgegeben von Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Hans Ammerich, Pia Heberer und Charlotte Lagemann (Beiträge zur pfälzischen Geschichte 26.3). Kaiserslautern 2015, S. 478‒517.
[4]
Michaelskapelle iin einer historische Fotografie um 1877.
Blick in das Beinhaus
Blick ins Beinhaus
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